ESKAPE

Kontakt

Telefon

work
+49 241 80 96058

E-Mail

E-Mail
 

Weitere Infos

zum ESKAPE-Projekt am 

 

Entwicklung StädteRegionaler KlimaAnpassungsProzessE

Projektbeschreibung Ausgangslage

Kommunale Akteure, das heißt planende Verwaltung aber auch Entscheidungsträger, sollen in der Stadtentwicklung und Bauleitplanung künftig den Klimawandel verstärkt berücksichtigen. Festgeschrieben ist dies sowohl in der BauGBNovelle 2011 als auch im Klimaschutzgesetz NRW. Dies gilt somit auch für die der StädteRegion Aachen angehörigen Städte und Gemeinden.

Angesichts stetig wachsender Anforderungen an den Prüfumfang von Bauleitplanverfahren stehen Kommunen Fragen der Anpassung an den Klimawandel derzeit noch abwartend gegenüber. Ursachen hierfür sind unter anderem die Datenlagen der Kommunen zum Thema Klimaanpassung, die in vielen Kommunen bisher nicht zufriedenstellend sind. Zudem fehlen kleinräumige Prognosen und Informationen über wirkungsvolle Maßnahmen.

Projektziele

ESKAPE will dieser Entwicklung mit einem städteregionalen Serviceangebot entgegenwirken: Ziel des Vorhabens ist es, die Daten- und Informationslage zur Klimwandel-Betroffenheit in der StädteRegion Aachen durch den Aufbau eines Klima-Informationssystems zu verbessern und gemeinsam mit den planenden Verwaltungen in den städteregionsangehörigen Kommunen Konzepte und Lösungsansätze zur sachgerechten Berücksichtigung von Fragen der Klimaanpassung in der Stadtplanung und Stadtentwicklung zu erarbeiten und zu implementieren.

Zu diesem Zweck sollen Datengrundlagen für die städteregionsangehörigen Kommunen erstellt und verfügbar gemacht werden. Als Endprodukt wird ein im Internet verfügbares, überregional anwendbares Tool entwickelt, welches es Akteuren der Stadtplanung – planender Verwaltung, Planungsbüros, Fachplanerinnen und Fachplanern – ermöglicht, erforderliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Klimaanpassung in der Bauleitplanung zu identifizieren und gezielt zu steuern.

Projektinhalte und -aufbau

Es wird ein mehrjähriger Prozess initiiert, in dem der gemeinsame Bedarf definiert, Erkenntnisse und Daten analysiert sowie eine städteregionsweite abgestimmte Vorgehensweise vereinbart werden. Die StädteRegion Aachen wird diesen Prozess der Wissensgenerierung- und implementierung moderieren und koordinieren, die Institute der RWTH werden das Projekt über den gesamten Zeitraum wissenschaftlich begleiten.

Kompetenz- und Netzwerkbildung

Kernanliegen des Vorhabens ist weiterhin die Kompetenz- und Netzwerkbildung auf der Ebene der Sachbearbeiter in den Kommunalverwaltungen. Hierzu werden regelmäßige Workshops für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Planungs- und Umweltämter der städteregionsangehörigen Kommunen angeboten, welche als Erfahrungsaustausch und Ideeninput dienen.

Datengrundlagen

Parallel zum Vernetzungs- und Kompetenzbildungsprozess wird für den Gesamtraum der StädteRegion Aachen die Klimawandel-Betroffenheit raumbezogen untersucht. Es werden georeferenzierte Daten bereitgestellt, die über Geoinformationssysteme, kurz GIS, in kommunale Planungsinformationen integriert werden können. Dazu werden zunächst Modellierungen und GIS-Analysen zur Klimawandel-Betroffenheit in der StädteRegion bezüglich thermischer Belastung, Starkregen und Wind durchgeführt und Karten erstellt, die die IST-Situation und ein mögliches Entwicklungsszenario aufzeigen.

Parallel dazu sollen sozioökonomische Daten zur Abbildung von Sensitivitäten erarbeitet werden. Weiterhin werden die Karten zu Expositionen und Sensitivitäten zu Darstellungen der Klimawandel-Betroffenheit zusammengeführt, um sie anschließend im Datenbanksystem der StädteRegion dauerhaft für die Kommunen und weitere Nutzerinnen und Nutzer bereit zu halten.

Planungsempfehlungen

Parallel zu den Analysen werden geeignete Verfahren und Instrumente zur Identifizierung des Handlungsbedarfs zu einer angemessenen Berücksichtigung des Klimawandels in der Bauleitplanung entwickelt. Dabei soll gemeinsam mit den Akteurinnen und Ankteuren eine praxistaugliche Empfehlung für eine Klimafolgenprüfung in der Bauleitplanung erarbeitet und modellhaft umgesetzt werden. Vorgesehen ist, den Verfahrensvorschlag zusammen mit Kommunen anhand konkreter Bauleitplan-Verfahren zu entwickeln und anschließend allgemeine Verfahrensempfehlungen für nachfolgende Vorhaben zu dokumentieren.

Sachstand

Das Projekt befindet sich derzeit in der Abschlussphase und eine online-Plattform ist eingerichtet. Die abschließenden Arbeitsmaterialien werden derzeit fertig gestellt und implementiert.

Projektförderung

Das Projekt ESKAPE wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen 03DAS048. Hierbei wird es zu den Vorhaben unter Förderschwerpunkt 3 Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen gezählt.

Quelle der Projektbeschreibung:

Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB)

 
Ansprechpersonen am Institut für Stadtbauwesen und Verkehrsplanung
Dr. Andreas Witte
Alice Neht, M.Sc.
Sabrina Hoenen, M.Sc.