Preis für Präsentation von Eliza Placzkowska bei Hydrologie-Konferenz

23.06.2022

Im Juni hat die 18. Konferenz des Euromediterranean Network of Experimental and Representative Basins in Italien stattgefunden. Dort hat Eliza Placzkowska, Gastwissenschaftlerin am Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie, einen Preis für ihren Vortrag über unerwartete Veränderungen in der Ionenzusammensetzung von Bachwasser in einem kleinen Wassereinzugsgebiet nach teilweiser Abholzung erhalten. Herzlichen Glückwunsch!

 

Link zur Konferenz

 

Thema der diesjährigen Konferenz auf der italienischen Insel Elba waren hydrologische und ökohydrologische Prozesse in kleinen natürlichen und anthropogen beeinflussten Flusseinzugsgebieten. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf dem Austausch neuer Techniken und Forschungsergebnisse zur experimentellen Untersuchung und Analyse repräsentativer Einzugsgebiete.
Eliza Placzkowska hat sich mit dem Wassereinzugesgebiet des Wüstebachs in der Eifel beschäftigt. Dort wurden im Jahr 2013 ca. 22% des Haupteinzugsgebietes entwaldet, um die Regeneration eines naturnahen Buchenwaldes im Gegensatz zum vorherigen Fichtenwald zu ermöglichen. Im Vergleich zu einem anderen vollständig bewaldeten Einzugsgebiet ergaben sich Änderungen in der chemischen Zusammensetzung des Bachwassers, welche bis zum Ende der Studie, 7 Jahre nach der Abholzung, anhielten. Dies sind eine in Verbindung mit der Konzentrationsabnahme basischer Kationen stehende verminderte Leitfähigkeit des Flusswassers sowie eine Zunahme des Nitrat- und Hydrogencarbonatgehalts.
Diese Ergebnisse unterscheiden sich von denen ähnlicher Untersuchungen, zum Beispiel in den USA, und können wahrscheinlich die Auswirkungen eines natürlichen Verlusts von Fichtenwäldern aufgrund von Dürren in der Eifel genauer abbilden als diese.