U-Turn

Urbane Wende - Forschung zur Gestaltung der Lebensqualität in Stadtquartieren im Kontext von Mobilität, Stadtstruktur und Energiewende


Projektbeschreibung

U-Turn behandelt in einem integrativen Ansatz die Problemstellungen von Städten des 21. Jahrhunderts. Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines holistischen Gesamtkonzepts für ein ethisch verantwortungsvolles, an Bedürfnissen von Menschen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen orientiertes Wohnen in urbanen Umgebungen. Umgesetzt wird dies über ein Forschungsdesign, das Mobilität, Energie und Stadtquartiersentwicklung mit Fragen der Akzeptanz, Kommunikation, ethisch-normativen Kontexten, Umweltverträglichkeit und Gesundheit in einer alternden Gesellschaft zusammenführt.

Entlang der Themen Mobilität, Energieversorgung und Stadtquartiersplanung werden Anforderungen von Menschen in urbanen Räumen identifiziert, analysiert und konzeptionell für die Umsetzung vorbereitet. In Bezug auf Mobilität in Zukunftsstädten erwarten multimodale Bürger einfach nutzbare und vernetzte Mobilitätsangebote. In U-Turn sollen zunächst die Rahmenbedingungen für einen integrierten und hoch vernetzten „Mobilitätsverbund" unter Einbeziehung neuer Mobilitätsformen untersucht werden. Die Erarbeitung konkreter Nutzerprofile und deren Verknüpfung mit Angeboten bildet dann die Basis für die Entwicklung von Umsetzungsoptionen, zielgruppenspezifischen Applikationen und Ansprachen.
Weiterhin soll die Untersuchung der Entwicklung der Energieversorgung in Deutschland und deren Einfluss auf die Urbane Wende erfolgen. Dabei wird ein ganzheitlicher Bewertungsansatz gewählt, in dem neben ökonomischen, ökologischen und technischen Kriterien auch sozioökonomische Faktoren einbezogen werden. Ziel sind mögliche Zukunftsszenarien für Stadträume in Deutschland sowie die systematische Darstellung und Analyse der Szenarienparameter und deren Abhängigkeit von verschiedenen Einflussfaktoren.
Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Stadtquartiersplanung der Zukunft stellt den erfolgversprechensten Weg dar, um den Anforderungen des demographischen Wandels und der fortschreitenden Urbanisierung zu begegnen. Ziel ist die Lokalisierung von Anwendungsfeldern und die Entwicklung von architektur- und wohnraumplanerischen Handlungskonzepten, in denen intelligente und vernetzte Systemlösungen eine optimierte, nachhaltige und für den Bewohner akzeptable Stadtquartiersplanung ermöglichen.
Entlang der drei Themenschwerpunkte urbaner Entwicklung werden in U-Turn Querschnittsthemen untersucht, von denen im Folgenden exemplarisch umwelt- und akzeptanzbezogene Forschungsthemen skizziert werden:
(1) Saubere und klimatisch wenig belastende Luft ist eine wesentliche Voraussetzung für die menschliche Gesundheit. U-Turn adressiert an dieser Stelle den Zusammenhang zwischen der Struktur von Stadtquartieren, der dort vorhandenen Luftqualität, deren zukünftiger Veränderung sowie daraus resultierende stadtplanerischen Konsequenzen.
(2) Die Akzeptanz der Bewohner ist entscheidend für die Realisierbarkeit und den Erfolg zukünftiger Wohn-, Energie- und Mobilitätskonzepte. Ziel ist die empirisch basierte Identifikation und Modellierung von akzeptanzrelevanten Anforderungen und Bedürfnissen der Bewohner bzw. Nutzer an zukunftsfähige Wohnumgebungen und Stadtquartiere, deren Energieversorgung und -management, sowie Mobilitäts- und Transportsysteme.

Förderung: Das Projekt U-Turn innerhalb des interdisziplinären Projekthauses HumTec (Human Technology Centre) an der RWTH Aachen wird mit Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Team

Kooperationspartner

    Die Darstellung des HumTec-Projektes und der gesamten interdisziplinären Projektgruppe findet sich unter www.humtec.rwth-aachen.de.